Neue Rudolf-Wissell-Brücke – Vertane Chance für den Radverkehr

Radfahrende bei einer Kfz-Verkehrsplanung als gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer von Beginn mitdenken und einplanen? In Berlin absolut nicht selbstverständlich. Und so wurden Radler auch bei der Neuplanung der Rudolf-Wissell-Brücke über die Spree von der autofixierten Berliner Verkehrspolitik und -verwaltung übergangen. Die Begründung der Verkehrsbehörde, noch unter der grünen Senatorin Regine Günther: es fehlten die Voraussetzungen in Form einer weiterführenden Fahrradinfrastruktur. Mit anderen Worten: Weil alles so trostlos ist, fängt man gar nicht erst an. Dabei hätte die Brücke viele attraktive Verbindungen für Radfahrende eröffnet, wie das Video zeigt. Auch ist die vom ADFC vorgeschlagene Lösung eines unter die Fahrbahn gehängten Radwegs keine Utopie, sondern in anderen Städten bereits Realität – z.B. in Bremen bereits seit den 1960er Jahren. Matthias Dittmer, Sprecher der Landesarbeitsgemeinschaft Mobilität: „Der Radweg unter der Brücke ist eine gute Idee. Sie schafft für den Radverkehr eine Verbindung, wo sie verkehrspolitisch dringend geboten ist.“ (Zitiert nach taz, 20.09.2020)

Doch in Berlin: kein Radweg – stattdessen eine Fahrspur mehr für Kraftfahrzeuge.

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