Die verschwundenen Berliner Kopfbahnhöfe | Anfang und Ende von Gleisen – und einer Ära. Teil 2
Der erste Teil des Films dokumentierte in chronologischer Reihenfolge die ersten vier der ehemals acht Berliner Kopfbahnhöfe: den Potsdamer Bahnhof am heutigen Potsdamer Platz, mit dem das Eisenbahnzeitalter in Berlin begann; den stattlichen Anhalter Bahnhof, dessen Portikus als Mahnmal des Krieges erhalten blieb; den Ostbahnhof und dessen Vorläufer Frankfurter und Schlesischer Bahnhof, der zwischenzeitlich auch als Hauptbahnhof von Berlin (Ost), Hauptstadt der DDR, fungierte, und schließlich den nahegelegenen Küstriner Bahnhof, dessen höchst vergnügliches ‚zweites Leben‘ sehr tragisch endete.
Der zweite Teil nun berichtet zunächst über den kurzlebigen Hamburger Bahnhof, dessen (heutige) perfekt restaurierte Fassade sein Kriegsschicksal verschleiert. Der dann folgende Görlitzer Bahnhof wurde völlig ausgelöscht, worüber der gleichlautende Name einer U-Bahn-Station hinwegtäuscht. Ebenfalls in die Irre führt der S-Bahn-Stationsname ‚Lehrter Bahnhof‘ im heutigen Hauptbahnhof. Der Lehrter Bahnhof am selben Standort war einer der prächtigsten der historischen Kopfbahnhöfe mit gänzlich anderer Architektur. Und schließlich sehen wir den Stettiner und späteren Nordbahnhof mit seiner noblen Ausstattung im Jugendstil, dessen Schicksal auf das Engste mit dem Zweiten Weltkrieg und der Teilung Berlins verknüpft ist. Auch hier verweist nur noch der heutige Stationsname ‚Nordbahnhof‘ der Berliner S-Bahn auf den ursprünglichen Bahnhof.
Sie verstehen nur Bahnhof? Ich bringe ein wenig Ordnung in dieses Berliner Verwirrspiel – los geht’s!




